London Tube

Die Faszination der Alltäglichkeiten (DE)

Text: Sonja Ebertz, Hamburg
Illustration: Sarah Nickel, München

Besonders faszinierten mich in London die Alltäglichkeiten. Von einigem Kuriosem möchte ich euch berichten.

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Brav Schlange stehen
[Mutter zu Sohn:] „Junge, bitte! Anstehen ist etwas, was du lernen musst. Du wirst es noch dein ganzes Leben tun.“ Diese Weisheit schnappte ich auf dem Weg zur Arbeit in der
London Tube auf. Die ersten Male war ich heillos überfordert von der schieren Anzahl an Menschen und ihrem anscheinend eingeübten Verhalten: links halten, auf der Rolltreppe rechts stehen, brav Schlange stehen an den Türen der Tube, in der Tube immer durchgehen, die Tasche zwischen die Beine und bloß nicht langsamer oder schneller als die eilende Masse sein. 

Sich permanent entschuldigen
Alle sagen alle immer „Excuse me“, wenn man sich anrempelt oder auch nur im Weg steht (egal wer verantwortlich ist). Hält man sich an diese ungeschriebenen Regeln, ist man schnell Teil der Menschenmasse, die sich v. a. morgens und abends durch Londons Infrastruktur bewegt. Es fasziniert mich immer wieder, wie geordnet und gleichförmig sich die Menschenmassen bewegen – anders würde das System wahrscheinlich auch nicht funktionieren. Dies ist eine der „Sehenswürdigkeiten“ in London, die man selbst erleben kann – also ab in die Tube zur Rush Hour und die Menschenmassen mit anderen Augen sehen!

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The fascination of the everyday (EN)

Queing
[Mother to son:] “Boy, please! Queing – this is something you have to learn, you’ll have to do it all your life.“ I picked up this wise saying when I was on my way to work in London’s tube. The first times on the London tube, I was completely overwhelmed by the huge number of people and their apparently practiced behaviour: Keep left, stand right on the escalator, queue dutifully in front of the tube doors, pass through in the cars, put your bag between your feet and do not be slower or faster than the hurrying masses.

Excuse me
Moreover, everyone says “Excuse me” if one bumps into someone or stands in someone’s way (no matter who was “guilty”). If you do things by this unwritten book, you soon belong to the masses that move through London’s infrastructure, especially in the morning and evening. I find it fascinating again and again how organised and uniformly the motion of the masses is – otherwise the system would not work, I presume. This is one of the “sights” in London that you can experience – so go ahead and check out the tube during the rush hours to see the masses with other eyes!

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About the author: Sonja Ebertz, Hamburg

 

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